Ratgeber
Starthilfe beim Diesel: Was anders ist als beim Benziner
Ein Dieselmotor braucht zum Starten mehr Kraft und vor dem Start oft noch Strom für die Glühkerzen. Deshalb klappt Starthilfe beim Diesel nur mit guten Kabeln, einem passenden Spender und etwas Geduld.
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Kurz gesagt: Kabel mit 25 mm² Querschnitt verwenden, Spender einige Minuten laufen lassen, im Pannenauto vorglühen, bis die Glühlampe erlischt, dann starten. Die Reihenfolge der Kabel ist dieselbe wie beim Benziner. Dreht der Anlasser bei Frost kräftig, der Motor springt aber nicht an, liegt es oft am Kraftstoff, nicht an der Batterie.
Warum der Diesel mehr Strom braucht
Ein Diesel arbeitet mit hoher Verdichtung. Der Anlasser muss deshalb kräftiger drehen als bei einem Benziner. Vor dem Start heizen die Glühkerzen den Brennraum vor, besonders bei Kälte, und auch sie brauchen Strom. Dieselfahrzeuge haben deshalb meist größere Batterien, und eine leere Diesel-Batterie lässt sich mit einem kleinen Spender oder dünnen Kabeln oft nicht überbrücken.
Starthilfe beim Diesel Schritt für Schritt
- Kabel anschließen wie bei jedem Auto: Rot an Plus der leeren Batterie, Rot an Plus des Spenders, Schwarz an Minus des Spenders, Schwarz an Masse des Pannenautos. Details stehen im Ratgeber Auto überbrücken: Starthilfe richtig geben.
- Spender starten und fünf bis zehn Minuten laufen lassen. So nimmt die leere Batterie schon etwas Ladung auf.
- Vorglühen: Zündung im Pannenauto einschalten und warten, bis die Glühkontrollleuchte (die Spirale) erlischt.
- Starten: höchstens etwa 10 bis 15 Sekunden orgeln lassen, dann ein bis zwei Minuten Pause.
- Nach dem Start einen großen Verbraucher einschalten, etwa die Heckscheibenheizung, dann die Kabel in umgekehrter Reihenfolge abnehmen.
- Fahren: mindestens eine halbe Stunde, damit die Batterie wieder geladen wird.
Welcher Spender passt?
- Diesel hilft Diesel: Ideal, weil die Batterien ähnlich groß sind.
- Benziner hilft Diesel: Geht, wenn die Batterie des Benziners nicht deutlich kleiner ist. Lassen Sie den Spender dann länger laufen.
- Kleinwagen hilft großem Diesel: Klappt oft nicht. Besser ein größerer Spender oder ein kräftiger Booster, siehe Starthilfe mit Booster oder Powerbank.
- Diesel hilft Benziner: Problemlos.
Bei Frost: Batterie oder Kraftstoff?
Bei starker Kälte kann im Dieselkraftstoff Paraffin ausflocken und den Kraftstofffilter verstopfen. Dann dreht der Anlasser kräftig, der Motor springt aber nicht an. Starthilfe hilft in diesem Fall nicht. Getankter Winterdiesel ist für tiefe Temperaturen ausgelegt, Sommerdiesel aus dem Herbst kann aber noch im Tank sein. Bringen Sie das Fahrzeug dann an einen wärmeren Ort oder lassen Sie es in eine Werkstatt bringen. Mischen Sie kein Benzin in den Diesel.
Woran Sie erkennen, ob es die Batterie ist
| Was passiert | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| Es klickt nur oder nichts passiert | Batterie leer |
| Anlasser dreht sehr langsam | Batterie schwach, Starthilfe sinnvoll |
| Anlasser dreht normal, Motor springt nicht an | Kraftstoff, Glühanlage oder anderer Fehler |
| Glühlampe erlischt nicht oder blinkt | Fehler in der Glühanlage oder Motorsteuerung |
Mehr Ursachen nach Symptom: Auto springt nicht an.
Wann Sie uns rufen sollten
- Der Diesel springt auch nach mehreren Versuchen mit Starthilfe nicht an
- Sie vermuten bei Frost ein Kraftstoffproblem
- Kein passender Spender oder Booster ist verfügbar
Wir versuchen zuerst, das Fahrzeug vor Ort zu starten. Klappt das nicht, bringen wir es in die Werkstatt.
Häufige Fragen
Kann ein Benziner einem Diesel Starthilfe geben?
Welche Kabel brauche ich für einen Diesel?
Muss ich beim Diesel vorglühen?
Warum springt mein Diesel bei Frost nicht an, obwohl der Anlasser dreht?
Wie lange muss der Spender laufen?
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