Ratgeber
Ölverlust: Was tun, wenn Öl aus dem Auto läuft
Eine Ölspur ist nicht nur ein Schaden am Auto. Sie ist eine Gefahr für andere und ein Umweltschaden. Deshalb gehört sie nicht auf die Weiterfahrt, sondern auf die Meldung.
Woran Sie Ölverlust erkennen
- Ein dunkler Fleck unter dem Fahrzeug, wo es gestanden hat
- Die rote Öldruckleuchte oder eine Ölstandswarnung, siehe Warnleuchten im Auto
- Rauch oder Brandgeruch aus dem Motorraum
- Eine sichtbare Spur auf der Fahrbahn hinter Ihnen
Sofort tun
- Anhalten und Motor abstellen. Fahren Sie mit Ölverlust nicht weiter, das schädigt den Motor und verteilt Öl auf der Straße.
- Warnblinker einschalten, Warnweste an, Stelle absichern. Auf schnellen Straßen hinter die Leitplanke, siehe Panne auf der Autobahn.
- Feuerwehr informieren. Die 112 ist die übliche Nummer für ausgelaufene Betriebsstoffe, alternativ die Polizei über 110. Sagen Sie, wo Sie stehen und wie viel Öl ausgelaufen ist.
- Nicht selbst abstreuen oder wegspülen, vor allem nicht in Gullys. Öl ist hochgiftig und kann Gewässer verschmutzen.
- Abschleppdienst rufen. Das Fahrzeug sollte fachgerecht transportiert werden, damit unterwegs nicht mehr Öl verloren geht.
Warum Sie nicht weiterfahren sollten
Fahren Sie mit einem lecken Motor weiter, verteilen Sie Öl über mehrere Kilometer. Dadurch werden Straße und Fahrzeuge dahinter rutschig, und der Reinigungsaufwand steigt. Außerdem droht ein Motorschaden durch Ölmangel. Ein Transport auf der Ladefläche stoppt beides.
Wer zahlt die Reinigung?
Verursacht ein Fahrzeug die Verschmutzung, haftet in der Regel der Halter oder Fahrer, und die Kfz-Haftpflichtversicherung tritt ein, weil der Schaden durch den Betrieb des Fahrzeugs entstanden ist. Die Kosten für Feuerwehr und Reinigungsfirma können erheblich sein, Ratgeberportale nennen für den Feuerwehreinsatz mindestens 400 Euro und für eine Spezialfirma deutlich mehr. Melden Sie den Vorfall deshalb Ihrer Versicherung. Kommt es wegen der Ölspur zu einem Unfall, haftet der Verursacher der Spur.
Was Sie dem Abschleppdienst sagen sollten
- Wo Sie stehen, und ob eine Spur auf der Fahrbahn ist
- Wie viel Öl ausgelaufen ist und ob es noch tropft
- Ob die Feuerwehr bereits da ist
- Fahrzeug und Antrieb
Ist die Feuerwehr im Einsatz, wird auf der Autobahn oft ein Vertragsunternehmen beauftragt, siehe Panne auf der A5 oder Kölner Autobahnring.
Öl, Wasser oder Kühlmittel? Die Pfütze verrät viel
Nicht jede Pfütze unter dem Auto ist Öl. Klare Flüssigkeit nach dem Betrieb der Klimaanlage ist meist Kondenswasser und harmlos. Braunes bis schwarzes, ölig wirkendes Material deutet auf Motoröl. Rötliche oder bräunliche Flüssigkeit kann Getriebe- oder Servoöl sein. Farbiges, süßlich riechendes Kühlmittel kann grün, blau, rosa oder orange sein. Bremsflüssigkeit ist meist klar bis gelblich und riecht anders. Wenn Sie die Flüssigkeit nicht sicher zuordnen können, behandeln Sie es als Ölverlust und stellen Sie das Fahrzeug nicht mehr in Betrieb.
Ölstand richtig prüfen
Prüfen Sie den Ölstand bei ebenem Stand und abgestelltem Motor, am besten nach einigen Minuten, damit das Öl in die Wanne zurückfließen kann. Ziehen Sie den Peilstab, wischen Sie ihn ab, stecken Sie ihn ganz hinein und ziehen Sie ihn erneut. Liegt der Stand unter der Minimalmarke oder ist der Peilstab trocken, ist ein Weiterfahren nicht ratsam. Manche Fahrzeuge haben keinen Peilstab, sondern eine Anzeige im Kombiinstrument. Auch dann gilt: Bei Warnung anhalten.
Die Ölspur auf der Straße
Läuft Öl aus, kann eine Spur auf der Fahrbahn entstehen, die für Zweiradfahrer besonders gefährlich ist. Wenn Sie eine Ölspur bemerken oder verursachen, sichern Sie die Stelle und informieren Sie bei Gefahr für den Verkehr Polizei oder Feuerwehr. Gelangt Öl in einen Gully oder ins Erdreich, sollten Feuerwehr oder Umweltbehörde erfahren, wo es passiert ist. Verteilen Sie Öl nicht mit Wasser, das vergrößert die Fläche.
Woher der Verlust kommen kann
- Undichte Dichtungen oder Simmerringe am Motor oder Getriebe.
- Ein lockerer Ölfilter oder eine beschädigte Ölablassschraube.
- Ein Riss in der Ölwanne, zum Beispiel nach Aufsetzen auf Bordstein oder Schlagloch.
- Schläuche von Servolenkung oder Turbolader.
Ölverlust am Fahrzeug: was das für den Transport heißt
Ein Fahrzeug, das Öl verliert, sollte nicht auf eigenen Rädern fahren, weil Motorschäden drohen und die Spur weiterwächst. Auf der Ladefläche kann es transportiert werden, wenn das Öl nicht in größeren Mengen austritt. Sagen Sie uns, wie stark das Fahrzeug tropft, ob es raucht und ob eine Warnleuchte an ist. So kann der Fahrer vor Ort mit Ölbinder und passendem Fahrzeug planen.
Häufige Fragen
Muss ich eine Ölspur melden?
Kann ich mit wenig Ölverlust noch zur Werkstatt fahren?
Ist Wasser unter dem Auto immer ein Problem?
Darf ich mit leichtem Ölverlust weiterfahren?
Wie verhindere ich, dass sich die Spur ausbreitet?
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Ihr Fall ist nicht dabei?
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